Ratgeber17. April 20266 Min. Lesezeit

Open Banking in der Schweiz: So funktioniert bLink (und warum es wichtig ist)

Eine einfache Erklärung des Schweizer Open Bankings über bLink – wie es funktioniert, welche Banken angebunden sind, welche Daten geteilt werden und warum es die Grundlage jeder modernen Schweizer Finanz-App ist.

F
Finch Team
Persönliche Finanzen Schweiz
Kurzantwort

Eine einfache Erklärung des Schweizer Open Bankings über bLink – wie es funktioniert, welche Banken angebunden sind, welche Daten geteilt werden und warum es die Grundlage jeder modernen Schweizer Finanz-App ist.

Open Banking veränderte Europa 2018 mit PSD2. Die Schweiz ging einen anderen Weg – sie baute bLink auf, einen Opt-in-Marktplatz, der von SIX betrieben wird, derselben Gruppe, die auch die Schweizer Börse betreibt.

Was ist bLink?

bLink ist die Open-Banking-Plattform der Schweiz. Banken stellen darüber APIs zur Verfügung; lizenzierte Drittanbieter (wie persönliche Finanz-Apps, Buchhaltungstools und Steuersoftware) können Kontodaten lesen – jedoch nur mit der ausdrücklichen Zustimmung des Nutzers.

Welche Schweizer Banken sind angebunden?

  • UBS
  • ZKB (Zürcher Kantonalbank)
  • PostFinance
  • Raiffeisen
  • BCV, BCGE, BEKB │ BCBE und andere Kantonalbanken
  • Migros Bank
  • Hypothekarbank Lenzburg
  • Und eine wachsende Liste von digitalen und Privatbanken

Welche Daten werden geteilt?

  • Kontostände
  • Transaktionshistorie
  • Anlagepositionen (sofern von der Bank unterstützt)

Was nie geteilt wird: Ihr E-Banking-Passwort. Was ohne eine separate, privilegiertere Zustimmung nie möglich ist: Zahlungen initiieren. Standardmässig nur Lesezugriff.

Wie eine Verbindung tatsächlich funktioniert

  1. Sie wählen eine Drittanbieter-App (z.B. Finch).
  2. Die App leitet Sie zu bLink weiter, welches Sie zum E-Banking-Login Ihrer Bank weiterleitet.
  3. Sie authentifizieren sich mit Ihren üblichen Zugangsdaten und 2FA.
  4. Ihre Bank zeigt Ihnen genau an, welche Daten die App anfordert.
  5. Sie stimmen zu. Es wird ein schreibgeschützter Zustimmungstoken ausgestellt. Die App kann nun Ihre Daten aktualisieren.

Warum es wichtig ist

Ohne bLink ist jede Schweizer Personal-Finance-App gezwungen, entweder Screen-Scraping zu betreiben (fragil und ein Sicherheitsrisiko) oder auf manuelle CSV-Importe zurückzugreifen. Mit bLink können moderne Apps wie Finch die Art von vereinheitlichtem Echtzeit-Finanzerlebnis bieten, das Nutzer in Grossbritannien und den USA seit Jahren geniessen – jedoch mit strengeren Schweizer Datenschutzstandards (FADP) obendrauf.

Wie Sie Ihre Einwilligungen verwalten

Sie können jede bLink-Einwilligung jederzeit direkt in Ihrem E-Banking unter „Open Banking“ oder „bLink-Einwilligungen“ widerrufen. Apps können ihre Seite auch über ihre Einstellungen widerrufen. Erfahren Sie, wie Finch bLink nutzt.

Zuletzt geprüft vom Finch-Redaktionsteam am .

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