Open Banking

Definition

Open Banking bedeutet, dass Bankkundinnen und -kunden ihre Kontodaten über eine sichere Schnittstelle (API) mit einer zugelassenen Drittanbieter-App teilen können – statt über Screen-Scraping oder manuelle Dateiuploads. In der Schweiz ist es marktgetrieben und nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Im Detail

Anders als in der EU, wo PSD2 die Banken zur Öffnung verpflichtet, beruht Schweizer Open Banking auf freiwilligen Vereinbarungen zwischen Banken und Plattformbetreibern. Die wichtigste Schweizer Drehscheibe ist bLink von SIX, ergänzt durch bilaterale Bank-APIs.

Für Nutzende heisst das: Der Zugang hängt davon ab, welche Banken teilnehmen. Ist eine Bank dabei, erteilen Sie die Freigabe im eigenen E-Banking – die App erhält nur Lesezugriff auf Konto- und Transaktionsdaten, niemals Ihre Zugangsdaten.

  • Standardmässig nur Lesezugriff: Apps sehen Salden und Transaktionen, können kein Geld bewegen.
  • Die Freigabe erfolgt im eigenen E-Banking und kann dort jederzeit widerrufen werden.
  • Die Schweiz kennt kein PSD2-Äquivalent – die Abdeckung unterscheidet sich je nach Bank.

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